Seit Generationen im Wasser – Die Schwimmhalle Bad Schwartau
Seit 1969 ist die Schwimmhalle in der Ludwig-Jahn-Straße fester Treffpunkt für Schulschwimmen, Vereine, DLRG-Ausbildung und persönliche Erinnerungen. Teil 1 unserer Serie zeichnet nach, wie aus einem kommunalen Bau ein Ort der Wassersicherheit und des Ehrenamts wurde.
Als Bad Schwartau schwimmen lernte

Seit mehr als 55 Jahren gehört die städtische Schwimmhalle in der Ludwig-Jahn-Straße zum Alltag von Bad Schwartau. Sie ist kein Erlebnisbad, kein Touristenmagnet, sondern ein verlässlicher Ort für Schwimmunterricht, Vereinsleben, Gesundheitssport und Ehrenamt – ein Ort, an dem Generationen ihre ersten Bahnen zogen.
1969 wurde die Schwimmhalle eröffnet. Seither haben hier Kinder und Erwachsene geübt, gelernt und geübt, bis aus Unsicherheit Sicherheit wurde: das erste Seepferdchen, der Schulschwimmkurs, das morgendliche Bahnenschwimmen. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner ist die Halle verbunden mit Gerüchen, Geräuschen und kleinen Erinnerungen – dem Chlorgehalt in der Luft, dem Echo, den kalten Fliesen unter den Füßen.
Mehr als ein Sportgebäude: Ausbildung und Ehrenamt
Von Beginn an nutzten nicht nur Schulen die Halle. Die Ortsgruppe der DLRG Bad Schwartau erhielt Schwimmzeiten für Kinder und Jugendliche sowie Trainings- und Ausbildungszeiten für Erwachsene. Damit wurde die Schwimmhalle schnell auch zu einem Ort der Wassersicherheit und des Ehrenamts, an dem Lebensfähigkeit vermittelt wird – mit direktem Nutzen für Aufenthalte am Tremser Teich, an der Ostsee, in Freibädern und auf Klassenfahrten.
Auch Sportvereine und Gesundheitsangebote fanden und finden hier Raum: Kinder- und Erwachsenenkurse, Vereins- und Wettkampftraining sowie gesundheitsorientierte Wasserangebote gehören zur Nutzungspalette, die die Halle seit Jahrzehnten stabil macht.
Ein stiller Ort mit künstlerischer Note
Vor dem Gebäude steht die Bronzekunstgruppe „Balance“ von Karlheinz Goedtke aus dem Jahr 1972. Zwei Figuren, die sich gegenseitig tragen, bilden ein Bild, das gut zur Funktion der Halle passt: Vertrauen, Halt und Gleichgewicht – Werte, die im Schwimmunterricht und in der Rettungsausbildung zentral sind.
Offene Fragen und zukünftige Recherche
Die Geschichte der Schwimmhalle ist nicht abgeschlossen durch aktuelle Debatten um Gutachten, Sanierung oder Neubau. Sie beginnt mit den Menschen, die sie genutzt haben: Lehrkräfte, Ehrenamtliche, Schwimmlehrende, Sportlerinnen und Sportler sowie Familien. Viele Erinnerungen sind noch lebendig – und könnten die historische Darstellung ergänzen.
Warum die Halle wichtig bleibt
Trotz ihres Alters ist die Schwimmhalle ein zentraler Baustein im kommunalen Alltag: Schulschwimmen, DLRG-Ausbildung, Vereinstraining und Gesundheitskurse zeigen ihre anhaltende Bedeutung. Bevor über Kosten und Varianten für die Zukunft entschieden wird, sollte klar sein: Die Halle steht für Erfahrungen, Sicherheit und Gemeinschaft – mehr als nur Beton, Wasser und Technik.
Im nächsten Teil der Serie richten wir den Blick auf die heutige Nutzung: Wer braucht die Halle aktuell, wie stark ist sie ausgelastet, und welche Anforderungen stellen Schulen, Vereine und Rettungsorganisationen an das Gebäude?
Hinweise oder Korrektur?
Die Redaktion prüft Korrekturen und zusätzliche Hinweise vor Veröffentlichung.

Kommentare
0 Kommentare
Noch keine Kommentare.
Schreib den ersten Hinweis. Sichtbar wird er nach redaktioneller Freigabe.